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DIE WITH MEMORIES - NOT WITH DREAMS

Endlich war es soweit! Der Tag, auf den ich monatelang hingearbeitet hatte, war gekommen: der Elbaman 2024. Ein Rennen, das für seine anspruchsvolle Strecke und die atemberaubende Landschaft bekannt ist, und auch dieses Jahr hielt es, was es versprach.

Der frühe Vogel… startet mit Reis

Der Tag begann, wie bei jedem Triathleten üblich, zu einer unchristlichen Uhrzeit. Kurz vor 4 Uhr morgens klingelte der Wecker. Zum Frühstück? Eine Portion Reis – nichts Ausgefallenes, aber das geht am besten runter um diese Uhrzeit. Dann ging es ans Eingemachte: eincremen, den Racedress anziehen und auf zur Wechselzone. Einmal dort, kontrollierte der Race Marchal den Racechip und die Bodytattoos, um sicherzustellen, dass alles richtig war und beschriftet ist.

Dann folgte der obligatorische Bike-Check: Flaschen auffüllen, Garmin-Bikecomputer einstellen – die Routine, die jedes Mal ein Stück Nervosität abbaut. Die Transition Bags für T1 und T2 wurden abgegeben, der Neoprenanzug war bei einer Wassertemperatur unter 23 °C erlaubt, also wurde er schnell angezogen. Das Wasser der Bucht von Marina di Campo lag ruhig vor uns – die Vorfreude stieg.

Ein emotionaler Start in den Wettkampf

Kurz vor dem Start erlebten wir noch einen bewegenden Moment: Eine Schweigeminute zu Ehren des Gründers des Elbaman, der viel für den Triathlonsport und die Region getan hatte, liess uns alle innehalten.

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Elbaman 2024 – Wettkampfbericht zum Saisonabschluss Triathlon Rennen 12

Dann ertönte um Punkt 7:00 Uhr der Startschuss. Im Massenstart ging es los.

Der Kampf im Wasser – das Schwimmen

Der Start ins Schwimmen war zunächst holprig. Aus irgendeinem Grund hatte ich wieder Probleme, in den ersten 100 Metern richtig zu atmen, was mich daran hinderte, mich an die schnelleren Gruppen dranzuhängen. So schwamm ich die meiste Zeit alleine – eine ruhige, aber auch einsame Angelegenheit. Nach dem kurzen Landgang bei der Hälfte der Strecke, dem sogenannten Australian Exit, ging es auf die zweite Runde. Obwohl das Atmen bald wieder funktionierte, fand ich keinen Anschluss mehr. Doch ich kam letztendlich gut durch und stieg nach 3,8 km als einer der ersten 20 aus dem Wasser.

Auf die Radstrecke – Watt, Wind und Willenskraft

In der Wechselzone nahm ich mir etwas mehr Zeit, um das Salzwasser gründlich abzuspülen – besonders in „den kritischen Zonen“. Dann ab aufs Rad! Von Anfang an konzentrierte ich mich darauf, nach Watt zu fahren und konstant zu drücken. Das gelang mir gut, und ich war auf den Abfahrten dieses Jahr etwas defensiver unterwegs, um unnötige Risiken zu vermeiden. Mit einer fast identischen Leistung auf den ersten zwei Runden fühlte ich mich stark und konnte mich Stück für Stück in die Top 10 vorkämpfen.

Doch dann, auf der dritten Runde, wurde es zäh. Ein unangenehmer Gegenwind kam langsam auf der Küstenstrecke auf und verlangsamte mich, und das ständige in die Pedalen Drücken ging allmählich doch an die Substanz. Vor allem der Anstieg nach Marciana am Ende der Runde brachte meine Beine zum Brennen. Aber der Schmerz gehört dazu – und so ging es auf Rang 8 in die Wechselzone.

Der Lauf – Das Pokerface behalten

Die Wechselzone T2 verlief reibungslos, abgesehen von einem kurzen „Nature Break“. Mit frischen Schuhen und meinen Gels ging es auf die Laufstrecke. Hier war ich mir meines leichten Trainingsdefizits bewusst, besonders im Laufen. Doch das hielt mich nicht davon ab, hoch zu pokern: Ich lief bewusst hart an, in der Hoffnung, die Konkurrenz abzuschütteln und Abstand zu gewinnen.

Die ersten 25 km konnte ich konstant durchlaufen, nur bei den Verpflegungspunkten gönnte ich mir kurze Gehpausen. Es lief besser als erwartet, obwohl ich wusste, dass der Einbruch kommen würde. Und so kam er auch – nicht früher als gedacht, aber er kam. Die Beine schmerzten, das Tempo wurde zäher, doch die Pace blieb stabil. In den letzten beiden Runden musste ich ordentlich beissen, doch mit einer Laufzeit unter 3 Stunden und 30 Minuten schaffte ich es schliesslich als 8. Gesamt ins Ziel – und als Sieger meiner Altersklasse!

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Elbaman 2024 – Wettkampfbericht zum Saisonabschluss Triathlon Rennen 21
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Elbaman 2024 – Wettkampfbericht zum Saisonabschluss Triathlon Rennen 22

Fazit – Hart, aber erfolgreich

Es war ein harter Tag, aber ich bin mehr als zufrieden mit meiner Leistung. Der Elbaman hat erneut gezeigt, warum er zu den besonderen Rennen zählt – nicht nur wegen der Herausforderung, sondern auch wegen der Atmosphäre und der landschaftlichen Schönheit. Jetzt heisst es erst mal: Pizza essen und die Beine hochlegen und nach dem anstrengenden Tag versuchen zu schlafen.

Die kommenden Tage stehen im Zeichen der Entspannung. Ich werde die Ferien geniessen, bevor es in die wohlverdiente Saisonpause und zurück in die Arbeit in meiner Massagefachpraxis für Sportmassage und medizinische Massage in Köniz bei Bern geht.
Doch eines ist sicher: Nach der Pause startet der Aufbau für die nächsten Rennen!
Auf dem Plan steht schon wieder einiges für 2025 – seid mal gespannt. Die Infos folgen bald.

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