Als regelmässiger Schwimmer und Triathlet suche ich stets nach Möglichkeiten, mein Training zu optimieren und gleichzeitig angenehmer zu gestalten. Musik ist für mich eine grosse Motivation, doch unter Wasser ist das nicht ganz so einfach. In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Musiksysteme für das Schwimmen getestet – von wasserdichten MP3-Playern bis hin zu innovativen Bone-Conduction-Systemen. Keines konnte mich vollständig überzeugen – bis ich den SONR Music ausprobiert habe. Das ist der einzige Music Player zum Schwimmen der für mich wirklich einigermassen brauchbar ist. Hier mein persönlicher Erfahrungsbericht.
Design, Halt und Montage
Der SONR Music besticht durch sein durchdachtes und minimalistisches Design. Der kleine, runde Sender lässt sich einfach an der Schwimmbrille befestigen, entweder am Hinterkopf oder an der Seite des Kopfbandes. Die Montage ist denkbar simpel: Der Clip sitzt sicher und stört nicht, selbst bei schnellen Wenden oder intensiven Einheiten.
Was mich besonders überzeugt hat, ist der sichere Halt. Egal ob beim Kraulen, Brustschwimmen oder Delfin – der SONR Music bleibt fest an seinem Platz. Im Vergleich zu anderen Systemen, die oft verrutschen oder unbequem sind, ist der SONR Music kaum zu spüren. Für Langstreckeneinheiten ist das ein grosser Pluspunkt.

Soundqualität
Der SONR Music nutzt Bone-Conduction-Technologie, bei der der Ton über die Knochen direkt zum Innenohr geleitet wird. Anfangs war ich skeptisch, doch die Klangqualität hat mich positiv überrascht. Der Sound ist klar und ausgewogen, besonders im mittleren Frequenzbereich. Bässe sind zwar nicht so kraftvoll wie bei herkömmlichen Kopfhörern, aber das ist bei der Technologie normal. Selbst unter Wasser bleibt der Klang stabil und störungsfrei.
Ein weiterer Vorteil: Man nimmt weiterhin Umgebungsgeräusche wahr, was für die Sicherheit im Wasser – etwa bei mehreren Personen auf der gleichen Bahn aber auch im offenen Gewässer – ein grosser Pluspunkt ist.
Batteriedauer und Speichergrösse
Der SONR Music punktet mit einer soliden Batterielaufzeit. In meinem Test hielt der Akku bei voller Ladung rund 7 Stunden durch. Das reicht problemlos für mehrere Trainingseinheiten, bevor man wieder aufladen muss.
Mit 8 GB Speicher bietet das Gerät Platz für etwa 2.000 Songs – mehr als genug, um eine umfangreiche Playlist für alle Schwimmstimmungen zu speichern. Das Übertragen von Musik ist einfach und erfolgt über einen Standard-USB-Anschluss. Leider unterstützt der SONR Music keine Streaming-Dienste, sodass man Songs manuell auf das Gerät laden muss. Für mich ist das jedoch kein grosser Nachteil, da ich ohnehin eine mehr oder weniger feste Playlist für mein Training habe.

Bedienung und Handhabung
Die Bedienung des SONR Music ist intuitiv. Über eine einzige Multifunktionstaste kann man Songs starten, pausieren oder weiterschalten. Anfangs braucht es etwas Übung, um die richtige Stelle zu finden, doch nach ein paar Einheiten geht die Bedienung problemlos von der Hand.
Was ich ebenfalls positiv finde, ist die Möglichkeit, die Lautstärke direkt am Gerät anzupassen. So kann man je nach Trainingssituation die Musik lauter oder leiser stellen, ohne den Trainingsfluss zu unterbrechen.
Stärken und Schwächen
Was mir besonders gefallen hat:
- Hervorragender Halt: Der SONR Music sitzt sicher und stört nicht beim Schwimmen.
- Klare Soundqualität: Trotz Bone-Conduction-Technologie überzeugt der Klang unter Wasser.
- Robuste Batterie: Mit 7 Stunden Laufzeit ist das Gerät ideal für mehrere Einheiten.
- Einfacher Musiktransfer: Die 8 GB Speicher bieten ausreichend Platz für Playlists.
Was besser sein könnte:
- Keine Streaming-Option: Wer Dienste wie Spotify oder Apple Music nutzen möchte, wird hier enttäuscht. Man muss klassische MP3 Files hochladen.
- Etwas schwache Bässe: Für Bassliebhaber könnte der Klang etwas kraftvoller sein.
- Preis: Der SONR Music ist nicht das günstigste System auf dem Markt, doch die Qualität rechtfertigt den Preis.
Ergänzung: Der SONR Coach – ein hilfreicher Begleiter fürs Training mit einem Coach
Neben dem SONR Music gibt es auch den SONR Coach, der optisch fast identisch ist. Allerdings hat dieses Modell eine ganz andere Funktion: Es ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen Trainer und Schwimmer. Der Trainer kann mithilfe eines Funkmikrofons Echtzeit-Anweisungen direkt an den Schwimmer übermitteln. Besonders in technischen Trainingseinheiten oder bei der Verbesserung von Details wie Armzug oder Körperposition ist das ein enormer Vorteil.
Ein Nachteil des SONR Coach ist jedoch, dass er keine Musikfunktion bietet. Das Gerät ist rein für den Coaching-Einsatz gedacht. Wer also auf der Suche nach einem System für motivierende Musik während des Trainings ist, sollte zum SONR Music greifen. Für Trainer und Athleten, die eine effektive Kommunikation suchen, ist der SONR Coach hingegen eine hervorragende Lösung.
So ergänzen sich die beiden Geräte perfekt, je nachdem, ob man Wert auf Unterhaltung oder technisches Feedback legt. Wünschenswert aus meiner Sicht wäre jedoch noch eine Kombination für beides, damit man nicht zwei Geräte braucht 🙂
Bisher bester Musik Player zum Schwimmen
Nach zahlreichen Tests mit verschiedenen Musiksystemen für das Schwimmen kann ich sagen, dass der SONR Music mich am meisten überzeugt hat. Der sichere Halt, die intuitive Bedienung und die solide Klangqualität machen das Gerät zu einem treuen Begleiter im Training. Die Batterie- und Speicherleistung sind ebenfalls auf einem hohen Niveau, und die Bone-Conduction-Technologie ermöglicht ein sicheres Hörerlebnis.
Natürlich gibt es ein paar Schwächen, wie die fehlende Streaming-Unterstützung, doch das sind für mich keine Dealbreaker. Wenn du auf der Suche nach einem hochwertigen und zuverlässigen Musiksystem fürs Schwimmen bist, kann ich den SONR Music wärmstens empfehlen.
Hinweis:
Dieser Testbericht basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen mit dem SONR Music und dem SONR Coach. Ich habe das Gerät regulär gekauft und weder kostenlos noch vergünstigt erhalten. Auch wurde ich für diesen Bericht nicht bezahlt, sodass meine Einschätzung vollständig unabhängig und ehrlich ist.
