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DIE WITH MEMORIES - NOT WITH DREAMS

Der Ironman 70.3 World Championship in Marbella, Spanien (8.–9. November 2025) war für mich einer der emotionalsten und zugleich physisch anspruchsvollsten Saisonhöhepunkte seit meinem Einstieg in den Triathlonsport. Nach einemkomplett ausgebuchten Hinflug und haufenweise verlorenem Equipment (anderer Athleten) am Flughafen konnte ich zum Glück mein gesamtes Material rechtzeitig in Empfang nehmen und mich darauf konzentrieren, das Rennen sauber durchzuführen. Zahlreiche Athleten hatten das Pech, dass ihr Rad oder Teile davon erst verzögert oder gar nicht eingetroffen sind, was vor Ort für logistische Herausforderungen sorgte und bei vielen für zusätzlichen Stress sorgte.

Die Veranstaltung in Marbella war nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch beeindruckend. Über 6 300 Athleten aus mehr als 114 Ländern machten sich auf den Weg an die Costa del Sol, wo die lokale Organisation, die Ironman Village-Stationen und der Parade of Nations einen würdigen Rahmen für eine Weltmeisterschaft boten. Die Veranstaltungswoche umfasste ein umfangreiches Programm aus Briefings, Pressekonferenzen und gemeinsamen Aktivitäten, das den internationalen Charakter der WM unterstrich und sowohl Profi- als auch Altersklassen-Athleten die Möglichkeit gab, sich fachlich und mental auf den Wettkampf einzustimmen.

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Finishline Ironman 70.3 WM 2025

Schwimmstrecke:
Der Start erfolgte am Strand von Playa Puerto Banús in der Bucht von Marbella. Die 1,9 km offene Wasserstrecke führte entlang der Küste in einem Rechteckkurs mit mehreren Wendepunkten. Die Wassertemperatur lag im Bereich um 18–19 °C, was einen Neo für die meisten Athleten klar unter der Cut-Off-Grenze bedeutete. In den Morgenstunden war das Meer relativ ruhig, im Tagesverlauf bis zu meinem Start nach 10:00 war jedoch mittlerer bis starker Wellengang und Wind entlang der Küste, welcher zu unruhigeren Bedingungen führen – ein klassisches mediterranes Phänomen, das insbesondere beim Ausrichten auf die Bojen Konzentration und Anpassung erforderte.. Wellen, Wind und eine präzise Navigation entlang der Wendepunkte machten die Schwimmstrecke anspruchsvoll, aber zugleich taktisch interessant.

swim im703WM2025
Swimextit Ironman 70.3 WM 2025

Startwellen und Bedingungen:
Als Altersklassenathlet M45 startete ich bedingt durch das hohe Teilnehmerfeld erst nach 10:00 Uhr, deutlich später als die Profis, die bereits vor 8:00 Uhr ihre Rennen begonnen hatten. Zwar hielt sich die direkte Wellensituation im offenen Meer halbwegs in Grenzen, doch die später startenden Wellen erfuhren im Tagesverlauf einen spürbaren Anstieg des Windes und der Brandung, was das Schwimmen einiges anspruchsvoller machte.

Radstrecke:
Die Radstrecke präsentierte sich als der technisch und physiologisch forderndste Abschnitt des Rennens. Über 90 km mit rund 1 700–1 785 Hm führte der Kurs von Meereshöhe hinein in das bergige Hinterland über die A-355 nach Ojén, weiter über Monda und Coín bis nach Cártama. Die anfänglichen, relativ flachen Kilometer entlang der Küste boten kaum Erholung, ehe ein langgezogener Anstieg über mehrere Kilometer begann. Dieser Teil erforderte ein hohes Mass an Watt-Management, da die Steigung nicht nur physisch fordernd war, sondern auch mentale Stärke erforderte, um die Renntaktik nicht zu kompromittieren. Die Abfahrten zurück Richtung Küste waren technisch anspruchsvoll, mit engen Kurven und wechselnden Untergründen, was zusätzliches Augenmerk auf Handling und Konzentration verlangte.

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Flackstrück in Marbella bevor es in die Berge ging

Der Wind auf der Radstrecke war besonders auf den Abfahrten spürbar, was das Tempo beeinflusste, die hohe Konzentration erforderte, und die Belohnung nach jedem Anstieg zu relativieren vermochte. Trotz dieser Belastungsfaktoren konnte ich, im Vergleich zu früheren Saisonrennen, eine konstante Leistung auf der Radstrecke abrufen, ohne die Leistungskraft zu verlieren oder in ein Vorhofflimmern zu kommen.

Laufstrecke:
Nach einer soliden Leistung auf dem Rad wechselte ich in T2 auf die 21,1 km Laufstrecke, die in zwei Runden entlang der Promenade und über die berühmte „Golden Mile“ verlief, bevor sie am Wendepunkt nahe der Einfahrt der Puerto Banús Marina umkehrte und zum Ziel auf dem Puerto Banús Beach zurückführte. Die Strecke kombinierte flache Passagen entlang der Promenade mit leicht welligem Gelände, was Pacing und biomechanische Effizienz erforderte. Trotz der Distanz konnte ich auf diesem Abschnitt konstant laufen, ohne grössere Einbrüche, was angesichts der vorangegangenen Belastungen und problematischen Saison (immer wieder Vorhofflimmern) und der doch schon Jahreszeit erfreulich und fast schon überraschend war.

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Auf der Sceneric Laufstrecke der Ironman 70.3 WM Marbella 2025

Organisation und Logistik:
Die Veranstaltung war professionell strukturiert, mit klaren Abläufen für Check-In, Wechselzonen und Athletenservices. Kleine Mängel, die ich vor Ort wahrnahm, betrafen vereinzelt Kommunikationslücken bei der Equipment-Logistik am Flughafen und teils lange Wege zwischen Check-In und Startunterlagen, die angesichts der Distanzen zwischen meinem gebuchten Hotel und Eventgelände spürbar wurden. Mein Hotel war leider rund 7 km vom Eventzentrum entfernt, was die Wege zum Wettkampf verlängerte. Diese Distanz nutzte ich jedoch als aktive, lockere Einfahrtseinheit entlang der Küste, um muskuläre Aktivierung und Mobilisation am Renntag zu integrieren.

Persönliches Fazit:
Nach den gesundheitlichen Herausforderungen dieses Jahres, insbesondere der Vorhofflimmern-Problematik im Frühling und Sommer sowie der Ablation im September, gab mir diese WM die Möglichkeit, meine Belastbarkeit unter harten Bedingungen zu überprüfen, ohne grössere Beschwerden oder erneutes Vorhofflimmern zu erleben. Ich konnte das Rennen sauber und kontrolliert absolvieren und die Herausforderung auf einem technisch anspruchsvollen Kurs gut meistern.

Alles in allem zeigte sich Marbella als würdiger und herausfordernder Austragungsort dieser Weltmeisterschaft, der landschaftlich, organisatorisch und sportlich hohe Ansprüche verband und mir nach diesem Jahr einen befriedigenden Saisonabschluss ermöglichte.

Jetzt schliesse ich die Saison erst mal ab, und freue mich auf die Wintersaison 2025/26. Und hoffe ich mein Vorhofflimmern bis im Frühling noch ganz beheben zu können. Dir Vorbereitungen für die Saison 2026 mit Start in Valencia und den Highlights wie Swissman, Infnerno und Ironman Portugal sind auf jeden Fall bereits im Gange.

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