Der Swissman Xtreme Triathlon begleitet mich gedanklich schon seit vielen Jahren. Diese Mischung aus Langdistanz, alpinem Gelände, unberechenbaren Bedingungen und purer Reduktion auf das Wesentliche hat für mich immer einen besonderen Reiz gehabt. 2026 soll es nun konkret werden. Ich habe mich dieses Jahr für einen Startplatz beworben und freue mich auf dieses Projekt, unabhängig vom Ausgang der Selektion, bereits jetzt mit grosser Motivation.
Der Swissman steht sinnbildlich für das, was mich am Ausdauersport fasziniert. Die Strecke führt von Ascona durch das Herz der Alpen, über legendäre Pässe wie den Gotthard, Furka und Grimsel, bevor der Marathon nicht im Stadion, sondern auf dem Weg zur Kleinen Scheidegg endet. Die Schönheit dieser Landschaft ist überwältigend, gleichzeitig fordert sie Respekt. Lange Anstiege, wechselnde Temperaturen, Wind, Kälte und Höhe verlangen nicht nur physische Leistungsfähigkeit, sondern mentale Klarheit, sauberes Pacing und Demut gegenüber den Bedingungen. Genau diese Kombination macht den Swissman zu mehr als einem Wettkampf. Er ist ein alpines Abenteuer.
Das Projekt Swissman 2026 reiht sich für mich logisch in eine Saison ein, die bewusst auf Herausforderungen setzt, die über reine Distanz hinausgehen. Auch der Inferno Triathlon gehört dazu. Kurz, brutal, kompromisslos. Weniger Kilometer, dafür extreme Höhenmeter, steile Rampen und ein einzigartiger Charakter. Zwei Rennen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber denselben Kern haben. Konzentration, Präzision und die Fähigkeit, mit sich selbst und der Natur umzugehen.
Ergänzt wird das Jahr 2026 durch klassische Formate. Im Frühling plane ich erneut den Start am Ironman 70.3 Valencia. Eine schnelle, faire Strecke, flacher Radkurs, kontrollierbarer Lauf, ideal als Standortbestimmung. Im Herbst folgt der Ironman Portugal mit seiner anspruchsvollen Küstenlage, Wind, technischen Passagen und einem Lauf entlang des Atlantiks. Kontraste, die den Reiz einer langen Saison ausmachen.
Swissman, Inferno, Valencia, Portugal. 2026 steht für Vielfalt, Abenteuer und sportliche Tiefe. Nicht immer höher, schneller, weiter, sondern bewusster, ehrlicher und mit Respekt vor Strecke und Körper. Im Blog werde ich diesen Weg begleiten. Training, Gedanken, Zweifel, Anpassungen und Vorfreude. Das Projekt Swissman ist gestartet.
Gesundheit als Grundlage und Voraussetzung für das Projekt 2026
Ein zentrales Thema im Hintergrund dieses Projekts bleibt meine kardiale Situation. Trotz der Ablation im September zeigen sich aktuell noch intermittierende Episoden des Vorhofflimmerns. Funktionell bin ich im Alltag und Training weitgehend belastbar, sportlich limitiert mich die Unsicherheit im Belastungsverlauf jedoch weiterhin punktuell. Ziel für die kommenden Monate ist eine vollständige Stabilisierung des Rhythmus, gegebenenfalls auch mit einer zweiten Ablation, wie sie bei persistierenden oder rezidivierenden Formen evidenzbasiert nicht unüblich ist. Studien zeigen, dass eine erneute Ablation die langfristige Rhythmusstabilität signifikant verbessern kann, insbesondere bei sportlich aktiven Patienten mit hoher autonomer Belastung (Calkins et al., 2017; Hindricks et al., 2021).
Meine Hoffnung ist, dass bis spätestens im Frühling eine stabile Situation erreicht wird, die es mir erlaubt, mich in der Vorbereitung wieder voll und ohne gesundheitliche Einschränkungen auf den Sport zu konzentrieren. Strukturierte Trainingssteuerung, enge medizinische Begleitung und Geduld stehen aktuell klar vor Wettkampfambitionen. Gerade mit Blick auf Projekte wie Swissman und Inferno ist eine saubere kardiale Ausgangslage keine Option, sondern Voraussetzung.
